Besetzung OTELLO

Dieter Ilg Trio – OTELLO

Die Eröffnung der Thüringer Jazzmeile fand am 8.10.2011 in Arnstadt statt.
19.30 Uhr OTELLO (TheaterSaal)
ca. 21.30 Uhr lounge radio online mit Vibrafon LIVE
vibes: K.C. Kaufmann (Thatercafè)

OTELLO ist die erste Produktion des Kontrabassisten Dieter Ilg, deren musikalische Grundlagen gezielt aus einem klassischen Musikwerk herrühren. Eine Art „Initialzündung“ dafür war die berühmte Kontrabassstelle im IV. Akt von Giuseppe Verdis Oper „Otello“, die aus dem Orchestergraben heraus den Eifersuchtsmord des Venezianischen Admirals an seiner Gattin Desdemona vorbereitet. Die Harmonien in Verdis „Otello“ tauchen bei ihm jazzig abgewandelt auf, das Stück wird auf seinen Kern für das klassische Jazz-Trio reduziert.

Die Musiker:

Dieter Ilg gehört zu den führenden Kontrabassisten der europäischen Jazzszene, der seit langem solistisch und mit einer Reihe bekannter Jazzer unterwegs ist, viele Jahre verband ihn eine Freundschaft mit Charlie Mariano, in dieser Zeit entstanden einige CD-Produktionen. Er ist immer wieder auch gefragter Musiker, so hat er im Randy Brecker Quintett mitgespielt oder Till Brönner begleitet.

Rainer Böhm hat als junger Pianist im letzten Jahr den Jazzpreis des Landes Baden-Würtemberg erhalten. Er erhielt eine klassische Klavierausbildung in Mannheim und studierte später am Queens College in New York. Er ist ein hoch virtuoser und kreativer Pianist, der als Solist, aber auch als einfühlsamer Begleiter amerikanischer und europäischer Musiker von sich hören ließ.

Patrice Heral aus Frankreich ist ein Perkussionist ganz besonderer Art, ihn führte es vom Straßenmusiker über das Theater und die Rockmusik zum Jazz. Er ist natürlich auch und vor allem ein Weltmusiker, der mit afrikanischen, italienischen, indischen und anderen Musikern bereits zusammengearbeitet hat. Er war Mitglied des Orchestre National de Jazz und hat u.a. mit Markus Stockhausen, Renaud Garcia-Fons und Ferenc Snetberger gespielt. Es ist nicht nur ein Genuss ihn zu hören, auch mit Gesangseinlagen, sondern auch ihn zu sehen. Die Arbeit im Theatermusikbereich hat hier Spuren hinterlassen.