Falk Effenberger

Stilistisch irgendwo zwischen Jazz, Funk und Pop zu Hause – mit gelegentlichen afrikanischen oder arabischen Färbungen und hier und da einigen Spritzern Drum&Bass – steht der “Groove” meist im Mittelpunkt der Arrangements. Deshalb auch die erweiterte Rhythmussection durch die Percussion mit ihren vielen klangfarblichen Möglichkeiten.

In den Stücken des Quartetts – überwiegend Kompositionen Falk Effenbergers – wechseln sich athmosphärische Klanggemälde mit mitreißenden Grooves ab, elektronische Sounds verflechten sich mit denen akustischer Instrumente, ohrwurmverdächtige Melodielinien verlieren sich in harmonischen Spannungen, Soli steigern sich vom pianissimo bis hin zu hochenergetischen Ausbrüchen. Doch das alles-verbindende Element bleibt – der Groove.

Besetzung:

Falk Effenberger – piano/ keys/ vocals
Boris Löbsack – bass
Marcin Lonak – drums
Philip Beerwald – perc

In Arnstadt u.a.
13. Jazzweekend am 04.06.2005

 
Maria João e Mário Laginha2

ist auf der Konzertbühne ist ein musikalisches Ereignis, das seines- gleichen sucht. Ihre neueste CD-Veröffentlichung „Tralha“ (Universal) mit ihrem langjährigen Partner Mário Laginha und vielen Gastmusikern wird von der Vorabkritik in den höchsten Tönen als ihre beste Platte überhaupt gelobt, klarer und direkter denn je sei sie und mehr am Puls der Zeit als frühere Produktionen. Mit dieser Platte und völlig neuem Programm kommt Maria João mit ihrem Quartett auf Tournee. Die portugiesisch-afrikanische Sängerin verleiht mit ihrer ungehemmten Kreativität allen Facetten menschlicher Emotionen Gestalt. Mit einer Stimme unbegrenzter Möglichkeiten, die ihrer ausufernden Lust an Lebendigkeit Gehör verschafft, und die im Zusammenwirken mit ihrer entfesselten Körpersprache jedes Rollenspiel zu einem Fest authentischer Wiedergabe macht, gleitet und springt sie durch ihren Klangraum, der mehrere Oktaven groß ist. Sie benutzt mehrere Sprachen, dann wieder singt sie Melodien ohne Worte, sie kreiert ihren eigenen Tonkosmos.

Was da von der Bühne kommt, ist der Charme einer beeindruckenden Künstlerin, die mit größter Anmut und ohne jede Scheu auf der Klaviatur des Publikums spielt. Es ist eine Lust, Ihr zuzuhören und zuzuschauen.

Maria João hat eine ganz eigene Musiksprache entwickelt, ihre einzigartige Artikulation reicht vom perkussiven Atmen bis zu afrikanesken Koloraturen, hohes Jungmädchengeträller wechselt blitzartig ins Wilde, Animalische, Erotische einer erfahrenen Frau. Pippi Langstrumpf ist nur eine Liedzeile von der Femme Fatale entfernt.

Der Pianist Mário Laginha ist seit Jahren ein kongenialer Partner, spielt seine hypnotischen Akkordfolgen und minimalistischen Motivabwandlungen, romantischen Kaskaden und extrovertierten Soli auf eine Weise, dass sie die Vokalakrobatik von Maria João voll zur Geltung bringen.

Das Quartett

Die beiden Brasilianer Alexandre Frazao (Percussion) und Yuri Souza (Bass) bringen die Nähe Portugals zu Lateinamerika ins Spiel, und so bildet der musikalische Background des Konzertabends ein Dreieck von Afrika über Südamerika nach Europa. Zwischen all diesen folkloristischen Einflüssen, dem Jazz und der Popmusik spannt Maria Joao fröhlich ein Seil und tanzt darauf.

am 03.06.05 in Arnstädter Theater im Schlossgarten

 

„Crazy“ Chris Kramer and his „Groove Hands”

Bandleader “Crazy” Chris Kramer ist Gitarrist, Sänger, Komponist und obendrein einer der besten europäischen Blues-Harpisten. Sein ungewöhnliches Quartett – komplettiert mit Geige (Bernd Kullak), Kontrabass/Tuba (Christoph Kammer) sowie „Jazzgitarre“ (Mirko van Stiphaut) – unternimmt eine musikalische Reise durch unterschiedliche Stile, Rhythmen und Stimmungen. Es erklingen bekannte Hits aus Pop, Funk und Soul bis hin zu Zigeunerswing, Bossa Nova, Blues und Folklore.

in Arnstadt am 03.06.2005 im Theatercafè, Jazzweekend

 

Der Jazzchor Freiburg unter der Leitung von Bertrand Gröger wurde im Jahre 1990 gegründet. Mit „Vocal Swing in großer Besetzung” begeistert er seitdem das Publikum und die Presse in der ganzen Welt („A firework of rhythm”, „Progressivste Stimme in der deutschen Chorlandschaft”).

Tourneen durch Deutschland, Japan und Russland, Konzerte in Korea, Frankreich, Tschechien, Polen, Italien, Österreich, der Schweiz und Dänemark, die Zusammenarbeit mit Weltstars wie Bobby McFerrin, den Swingle Singers oder den Bamberger Symphonikern, die Veröffentlichung von CDs sowie die Teilnahme an Chorwettbewerben, die sämtlich in ersten Preisen mündeten (z.B. Dt. Chorwettbewerb 1998, Chorolympiade Korea 2002), machten den Chor national und international bekannt.

Das Konzept des Jazzchors trägt Früchte: Bertrand Gröger und der Chor machten es sich von Anfang an zur Aufgabe, musikalisches Neuland zu betreten. Jazzstandards und Klassiker erklingen in völlig neuen Versionen. Aber auch eigene Kompositionen und das ständige Forschen und Entdecken neuer Chorsätze aus anderen Kulturen spielen eine große Rolle. Damit wird versucht, einen Weg zu gehen, der in der Fachwelt viel diskutiert, in der Praxis aber noch wenig umgesetzt wird: Die Mitte zwischen „E-” und „U-Musik”.

Der Jazzchor Freiburg war bei uns zu Gast am 02.06.2005 in der Bachkirche zu Arnstadt.

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